abta Business Travel Lounge am Salzburg Airport in zweiter Runde

Bereits zum zweiten Mal lud die abta zu einer Business Travel Lounge (BTL)  am Salzburger Flughafen. Die Vorträge umfassten die Themen Neuerungen Flughafen Salzburg, Travel Risk Management und die Welt von Lufthansa-Tochter Eurowings.

Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin des Salzburger Flughafens und Andreas Gruber, Präsident der abta konnten rund fünfzig Gäste, darunter zahlreiche Travel Manager sowie Experten aus Luftfahrt und Wirtschaft zu einer spannenden Veranstaltung am Flughafen begrüßen.

Das Themen-Programm der BTL umfasste 3 Fachvorträge: Prokurist Rudolf Lipold, Bereichsleiter Technik Salzburg Airport, gab einen hochinteressanten Bericht über die erfolgreiche Generalsanierung der knapp 3 Kilometer langen Piste in Salzburg. Diese konnte nur dank einer minuziösen Planung, Logistik und ganz neuen in Österreich erstmals verwendeten Techniken in so kurzer Zeit durchgeführt werden.  Danach folgte ein kompaktes Referat von Martin Stamm, A3M Mobile Personal Protection GmbH und Trisavo GmbH rund um das Thema Travel Risk Management. Special Guest des Abends war der Eurowings-Experte Willibald Schmidt, der Einblick in die Welt der Lufthansa-Tochter gewährte.

Zum zweiten Mal in Salzburg

Bettina Ganghofer in Ihrem Eingangsstatement: „Ich freue mich, dass abta schon zum zweiten Mal bei uns am Salzburger Flughafen zu Gast ist. Es ist immer wieder spannend mit Insidern aus dem Geschäftsreisemarkt ins Gespräch zu kommen und sich über neueste Trends und Entwicklungen am Luftverkehrsmarkt auszutauschen. Solche Netzwerke wie abta, die den weltweiten Luftverkehrsmarkt nutzen und wesentlich zum Ertrag dessen beitragen, gehören unterstützt und gefördert“, so die Flughafengeschäftsführerin.

Andreas Gruber stellte in seiner Einführung die Vorteile der abta sowie das Veranstaltungsprogramm 2020 vor. „Als Verband bietet die abta ein umfassendes Netzwerk an, um Wirtschafts- und Industriebetriebe in ganz Österreich über aktuelle Entwicklungen speziell am Geschäftsreisemarkt zu informieren und zu unterstützen. Und: für nächstes Jahr haben wir in Salzburg schon wieder zwei Business Travel Lounges am Flughafen geplant“, so der abta-Präsident.

Informierte und sichere Reisende durch Travel Risk Management

Martin Stamm – Director Sales der A3M Mobile Personal Protection GmbH und der TRISAVO GmbH – schilderte in seinem Fachvortrag die Herausforderungen und Chancen des Travel Risk Managements. TRISAVO bediene sowohl internationale Touristikunternehmen als auch Business Travel Units. Dafür stünden ein weltweiter Gesundheitsservice, ein Global Risk & Crisis Management inklusive Sicherheitstrainings und ein Travel Security Solutions Management bereit, wobei die einzelnen Leistungen modular verfügbar seien. Die Vorteile dieses Systems seien informierte und sichere Reisende.

Travel Risk Management anzubieten, habe sich auf Grund der stetigen Zunahme von internationalen Geschäftsreisen, der rechtlich bestehenden Informations- und Fürsorgepflicht der Arbeitgeber gegenüber den Mitarbeitern und dem enormen Reiseanstieg der qualifizierten Fachkräfte ergeben, so Stamm. Herausforderungen bestünden in der Vorbereitung von Geschäftsreisen, der schnellen Beschaffung sicherheitsrelevanter Infos weltweit, der Verschaffung eines Überblicks über Standorte von Reisenden, dem Match von Ereignissen und Standorten und der 24/7 automatisierten Unterstützung (über hotline) von Mitarbeitern auf Reisen. Von den buchbaren Modulen hält beispielsweise das „Global Monitoring System“ sowohl den Reisenden als auch das Unternehmen am laufenden, der Kunde braucht sich um nichts zu kümmern, ist abgesichert und erfüllt seine Pflichten als Arbeitgeber.

Eurowings made for the future

Willibald Schmidt, Regionalmanager Austria & Switzerland von Eurowings stellte in seinem Vortrag Strategie und Fokussierung der Lufthansa Tochter dar. Eurowings hat seit 2017 ein Flugzeug in Salzburg stationiert und bedient von dort erfolgreich sowohl Linienverbindungen als auch Urlaubsdestinationen. Bis Mai 2020 werden zu  zwei weitere Fluggeräte hinzukommen. Ab der Sommersaison 2020 werden dann insgesamt drei Airbus 319 in Salzburg stationiert sein. Mit dieser Entscheidung stärkt die Lufthansa Group den Flughafen Salzburg, der neben Wien die zweite Eurowings Basis in Österreich ist.

Als Strategie bis 2022 habe man sich die Anpassung des Geschäftsmodells (Fokus auf Kurz- und Mittelstrecke sowie Geschäftsreisende), die Verbesserung der Strukturkosten (Homogenisierung der Flotte) und einen „Digital Push“ (Optimierung der digitalen Vertriebskanäle, Integrierung in alle Buchungssysteme) vorgenommen. Ziel sei ein moderates Wachstum von 1 %, um die Strategie umsetzen zu können.  Die Fokussierung auf Kurz- und Mittelstrecke beziehe sich auf das DACH-Gebiet und auf eine Anpassung der Strecken durch Verdichtung bzw. Erhöhung der Frequenzen in Salzburg. Die Basis Wien werde weder geschlossen noch verlegt, sondern etwas reduziert, stellt Schmidt klar. Zwei Maschinen kommen von Wien nach Salzburg,  die restlichen sind im Auftrag der Mutter Lufthansa unterwegs.

Laut Schmidt hat Eurowings drei Geschäftsfelder: Geschäftsreiseverkehr, Urlaubsreisen und Wochenendtrips. Für die Corporates möchte man ein starker verlässlicher Partner sein, indem man einen attraktiven Flugplan, ein Netzwerk sowie eine Buchbarkeit über sämtliche Vertriebskanäle anbiete. Dazu komme eine priorisierte Hotline im Servicecenter, eine dezidierte BizClass und „es gibt keine Kreditkartengebühr oder versteckte Gebühren bei Direktbuchungen auf der Eurowings Homepage“. Maßnahmen um diese Ziele zu erreichen seien ein optimierter Flugplan abgestimmt auf die Bedürfnisse der Geschäftsreisenden, zeitsparendes Einsteigen durch 2 Boarding Lines, ein neuer Smart Tarif mit Priority Boarding und Handgepäcksgarantie. Neu geplant seien Self-Services mit Umbuchungsmöglichkeit sowie CO2 neutrales Fliegen (in Kooperation mit My Climate).

 

Autorin: Dr. Elisabeth Zöckl