Auf die AUA kommen neue Probleme zu


Die AUA, die sich seit Jahren vergeblich abmüht, wieder in die schwarzen Zahlen zu fliegen, muss weiter um das Erreichen dieses Ziels zittern. Zwar wird das Ergebnis 2011 um einiges besser sein als jenes des Vorjahres mit 64 Millionen € Verlust; die Vorgaben der Lufthansa-Konzernführung werden jedoch deutlich verfehlt. Jaan Albrecht, seit 1. November neuer Austrian-CEO, ließ vor Kurzem verkünden, dass die Planungen für 2012 wieder aufgemacht und zusätzliche Ergebnisverbesserungsmaßnahmen ins Auge gefasst würden.
 
Verschärfter Sparkurs. Jetzt hat Lufthansa-Chef Christoph Franz beim Star Alliance-Treffen in Addis Abeba noch einmal Druck gemacht und Klartext gesprochen. "Die AUA ist vom Gewinnkurs weit entfernt, und 2012 erwarten viele ein schlechtes Jahr für die Luftfahrt", sagte der Konzernboss - und kündigte eine Verschärfung des Sparkurses bei der österreichischen Tochter an.
 
Bereits im Jänner 2012 soll ein weiteres Sparpaket geschnürt werden, das die AUA 2012 doch noch in die Gewinnzone bringen soll. Die Austro-Tochter brauche frisches Geld und wettbewerbsfähigere Rahmenbedingungen am Heimmarkt, so Franz. Der Standort Wien müsse noch billiger werden - vom Airport bis zur Flugüberwachungsbehörde Austro Control.
 
An welchen Sparschrauben genau gedreht werden soll, ist im Moment ebenso noch offen, wie zusätzliche Ertragspotenziale gehoben werden sollen. Albrecht, der als Ex-Star-CEO in Addis Abeba nochmals seine Kontakte zu den Verbund-Airlines auffrischte, hat aber sicher schon Vorstellungen - und auch Vorgaben aus Frankfurt.
 
Neben der Verbesserung der umstrittenen Rahmenbedingungen geht es vor allem darum, sich am Markt zu behaupten. Dort befindet sich die AUA in der Wettbewerbszange von Air Berlin und Tochter Niki sowie Emirates. Während Erstere lukrative Strecken in West-und Osteuropa im Visier haben, erhöhen Emirates den Wettbewerb in der Business Class auf Fernverbindungen. Die Folge ist ein Preiskampf, der die Erträge der AUA weiter unter Druck bringen wird.

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